03. März 2020

Corona-CRASH! Was tun? Alles verkaufen oder cool bleiben?

Der Corona Virus hat in den letzten Tagen die Börsen weltweit einbrechen lassen. Viele Branchen spüren schon jetzt die Folgen. Die Tourismusbranche kämpft mit Umsatzeinbrüchen. Lieferketten in Produktionsbetrieben funktionieren nicht mehr wie gewohnt. Immer mehr Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen, besonders jene mit einer dünnen Eigenkapitaldecke. Manche Experten befürchten eine weltweite Rezension oder gar einen Börsencrash. Wie soll sich ein Anleger in dieser Situation am besten verhalten?

Die Frage ist, ob es sich dabei nur um kurzfristige Verwerfungen oder um eine langfristige Krise handelt. Langfristige Anleger sollten jetzt nicht in Panik verkaufen. Krisen und Börsenverwerfungen sind ganz normal bei Aktienmarktveranlagungen. Dieses Risiko, das immer wieder auch schlagend wird, ist der Grund für die höhere Rendite bei Aktien im Vergleich zu Anleihen.

Nur wenn Sie Ihr Vermögen nicht richtig strukturiert haben bzw. ein zu hohes Risiko eingegangen sind, sollten Sie schnellstmöglich Ihre Finanzplanung neu überdenken. In meiner Beratung lege ich großen Wert darauf, dass meine Kunden sowohl kurzfristig, mittelfristig und langfristig Ihre Anlagen planen.

Im kurzfristigen Bereich, beispielsweise für Anschaffungen im Haushalt, Urlaube, neues Auto, etc. eignet sich für die meisten ein einfaches Sparkonto. Dort bekommt man zwar keine Zinsen, kurzfristig ist allerdings auch kaum mit keinem Verlust zu rechnen und die Inflation spielt für diesen kurzfristigen Zeitraum eine untergeordnete Rolle.

Mittelfristig ist je nach Risikobereitschaft eine Aktienbeimischung sinnvoll. Wenn ich von Aktien rede, meine ich eine weltweit und breitgestreute Aktienveranlagung, keine Einzelaktien, keine Übergewichtung einzelner Branchen und keine Spekulation in Modetrends. Eine optimale Streuung kann mithilfe von ETFs, sowie mit sehr gut gemanagten Investmentfonds erreicht werden. Lesen Sie dazu mehr in der Beschreibung meiner Portfolios.

Langfristig ist eine wesentlich höhere Gewichtung des Aktienmarktes sinnvoll, da Renditen über der Inflationsrate aus meiner Sicht nur mit einem höheren Aktienanteil erzielbar sind. Unter einem langfristigen Investment verstehe ich einen Anlagehorizont von mindestens 15-20 Jahren, davor sollten Sie auf diesen Teil Ihrer Veranlagungen nicht zugreifen müssen. Wenn Sie im kurz- und mittelfristigen Bereich für ausreichend Liquidität gesorgt haben, müssen Sie dann auch nicht in Panik verfallen, wenn die Börsenkurse einmal stärker einbrechen.

Soll ich jetzt schon nachkaufen und die günstigen Kurse nutzen?

Wenn Sie einen langfristigen Anlagehorizont haben und auch risikofähig sind, d. h. eine entsprechende Erfahrung haben, ist es egal wann Sie investieren. Den richtigen Zeitpunkt wird man nie erwischen. Kurzfristig können die Börsenkurse noch stärker nachgeben oder auch massiv anziehen. Bei der langfristigen Betrachtung spielt das keine Rolle. Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass Market Timing nicht möglich ist. Noch einmal mein Rat: Achten Sie darauf genügend Kapital für Ihre kurzfristigen und mittelfristigen Ziele verfügbar zu haben. Das lässt Sie bei weiteren Marktverwerfungen wesentlich ruhiger schlafen und bringt Sie auch bei längerfristigen negativen Börsenentwicklungen nicht in die Bredouille.

Soll ich jetzt in Branchen, die besonders gefallen sind, investieren?

Grundsätzlich ist von jeder Spekulation abzuraten. Einzelne Branchen, die jetzt besonders günstig erscheinen, stellen sich möglicherweise als Fehlgriff heraus. Ebenso rate ich von hochspekulativen Investments, beispielsweise in Einzelaktien von Biotechnologie- oder Pharmaunternehmen, die möglicherweise einen Durchbruch bei Impfstoffen zum Corona Virus schaffen, ab. Das Einzeltitel- und Branchenrisiko sollte möglichst eliminiert werden.

Soll ich jetzt meine Anlage in Anleihen umschichten, bis der Sturm vorbei ist?

Grundsätzlich gilt, wenn Sie Ihre Investment an Ihren Anlagehorizont gut angepasst haben, brauchen Sie auch keine Änderungen vorzunehmen. Lediglich wenn Sie jetzt feststellen, dass Ihre Anlagen nicht Ihrem Risikoprofil entsprechen, sollten Sie sofort handeln. Für die wenigsten Anleger ist eine 100-prozentige Aktienquote sinnvoll. Teilen Sie Ihre Anlage immer in einen risikoarmen (eher kurzfristige Staatsanleihen Europa) und in einen risikoreicheren Ertragsanteil (Aktienmärkte weltweit gestreut) auf. Kalkulieren Sie für den Aktienanteil kurzfristige Preisschwankungen bis zu 50 % ein. Wenn Sie mit kurzfristigen Preisschwankungen bis zu 25 % gut leben können, ist eine Aktienquote in der Höhe von bis zu 50 % für Sie sinnvoll.

Soll ich jetzt in Gold investieren?

Gold und Edelmetalle in kleineren Mengen sind aus meiner Sicht sinnvoll. Gerade am Goldmarkt wird oft versucht, mit der Angst der Menschen Profit gemacht. Gold bringt keine Zinsen oder Dividenden, deshalb übertreiben Sie es nicht, 5-10 % Ihres Vermögens sollten reichen. Wichtig ist die Form Ihrer Edelmetallanlage. Bedenken Sie vor allem eines: Nur wenn Sie Ihr Gold oder Silber in Händen halten, besitzen Sie es wirklich. Eine kleine Stückelung Ihrer physischen Edelmetallvorräte ist sinnvoll, um diese im Ernstfall auch wirklich gut als Notgroschen einsetzen zu können. Kaufen Sie keine Zertifikate oder sonstige schön verpackte Produkte wie z.B. Goldsparpläne. Es gab in der jüngsten Vergangenheit einige Involvenzen von Anbietern solcher Investments (z.B. PIM Gold), bei denen Anleger um ihr sauer verdientes Geld gebracht wurden.

Finanzplanung ist ein langfristiger, laufender Prozess

Jede Finanzplanung sollte individuell sein und immer wieder an die eigene Situation angepasst werden. Es können sich private oder auch berufliche Änderungen ergeben, die die Strukturierung und Neuausrichtung Ihrer Geldanlagen erfordern. In diesem Kontext biete ich Ihnen gerne meine Hilfe an. Schreiben Sie mir einfach Ihre Fragen per E-Mail.

Gewinnerkonzepte Portfolios:
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Quelle: gewinnerkonzepte.at

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